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Erklärung zum Selbstverständnis der Studentischen Antikriegsgruppe Magdeburg

1. Die Studentische Antikriegsgruppe Magdeburg ist ein im Februar 2003 überwiegend von Studierenden der Universität und der Fachhochschule in Magdeburg gegründetes Netzwerk. Es soll in erster Linie Studentinnen und Studenten eine Basis für ihre Friedensarbeit bieten, ist aber offen für jeden Interessierten. Uns, die Mitglieder der Gruppe, eint die ausnahmslose Ächtung von Krieg bzw. gewaltsamen Maßnahmen im Allgemeinen zur Durchsetzung von politischen, kulturellen, religiösen, ökonomischen, geostrategischen oder sonstigen Interessen. Wir betrachten Kriegstreiberei als Gefahr für die gesamte Menschheit und treten stattdessen für eine friedliche Lösung von Konflikten ein.

2. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht,
a) Krieg in seinen vielfältigen Erscheinungsformen – von der direkten kriegerischen Konfrontation bis hin zum Krieg in wirtschaftlicher und politischer Form – zu begreifen und zu untersuchen,
b) seine ebenso zahlreichen Ursachen und Mechanismen sowie ideologischen Grundlagen zu erforschen und zu analysieren,
c) friedliche, gewaltfreie Alternativen zum Krieg zu untersuchen, zu entwickeln und offenzulegen,
d) eine Wissensbasis in allen Bereichen der Friedens- und Kriegsforschung aufzubauen und nach außen darzustellen sowie
e) Friedenspolitik – im pazifistischen Sinne – als essenziellen Bestandteil vernünftiger und den Menschen verpflichteter Politik zu propagieren.

3. Eines unserer Hauptanliegen ist die Öffentlichkeitsarbeit. Damit verbunden ist das Ziel, innerhalb der öffentlichen Debatten eine dauerhafte Präsenz friedenspolitischer Themen zu erreichen, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit aktiver Friedensarbeit zu schaffen und Interesse zum Mitmachen zu wecken.

4. Wir, die Studentische Antikriegsgruppe Magdeburg, verstehen uns als weltanschaulich offen. Wir wollen eine breit angelegte Diskussion über ein ernstes, schwieriges sowie kontroverses Thema anstoßen und dabei niemanden ausgrenzen. Auch sollen kein Land und keine Regierung, die verantwortlich sind für auf Krieg und Gewalt gerichtete Politik, von unserer Kritik ausgeschlossen werden. In Frieden zu leben ist das Recht jedes einzelnen Menschen, und dafür wollen wir auch im Namen aller Menschen eintreten.

Wir hoffen und wir arbeiten daran, dass wir die hier niedergeschriebenen Punkte mit Leben füllen werden, und laden alle ein, uns auf diesem Weg zu begleiten und mit bzw. für uns zu streiten.

Kontakt: Wir treffen uns jeden Dienstag um 19.00 Uhr in der Cafeteria der Uni-Bibliothek. Interessierte sind herzlich willkommen.

Homepage und Internetforum: www.antikriegsgruppe.de.

E-Mail: post@antikriegsgruppe.de


Die Antikriegsgruppe in den Medien
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Letzte Änderung an dieser Seite: May 23, 2006, at 04:00 PM