StudentInnen der hiesigen Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften (FGSE) veranstalten vom 11. bis 13. Juli 2008 (Freitag-Sonntag) die interdisziplinäre Studierendenkonferenz Transforma Reloaded 08 zur Widersprüchlichkeit und Wahrnehmung von Krisen und Konflikten. Der Call for Papers rief zu einer facettenreichen Problematisierung und Auseinandersetzung mit Krisen und Konflikten auf und dementsprechend bunt sieht auch der Konferenzplan (PDF) aus. Unter den vielen Beiträgen könnten womöglich folgende insbesondere für die/den friedensbewegten LeserIn interessant sein:
Dieses Semester organisieren wir zusammen mit anderen engagierten Gruppen das „Umsonstladenfest für mehr selbstorganisierte Freiräume“. Der Umsonstladen ist ein Ort in dem nicht mehr gebrauchte Dinge verschenkt werden. Dabei bringt jeder das hin, was er übrig hat, und nimmt sich mit, was er braucht. Die Betreiber des Umsonstladens sehen ihr Projekt als Teil einer Utopie, in der es keine Gewaltverhältnisse mehr zwischen den Menschen gibt. Inhaltlich geht es bei dem Fest um den Aufbau von mehr Freiräumen dieser Art, in welchen Menschen mit unkonventionellen Ideen für eine friedlichere Welt experimentieren können.
Ab 16 Uhr gibt es ein Kurzfilmkino, Infostände und verschiedene Workshops. Ab 20Uhr spielen Revolte Springen (MusikTheater/ Berlin), Lord Lillebror (Liedermacher/ Leipzig) und das Van Goo’s Trashtheater (Braunschweig).
Weil der Laden ein bißchen klein dafür wäre, findet das Umsonstladenfest im Jugendzentrum KNAST statt. Der befindet sich in der Umfassungsstraße 76 in Magdeburg Neustadt (Haltestelle Nicolaiplatz).
/> Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Polizisten basteln einen Brandsatz oder fertigen Gipsabdrücke selbst an, um Beweismittel zu haben. Beweisvideos und -fotos verschwinden, Falschaussagen werden gedeckt, Observationen verschwiegen, um Straftaten erfinden zu können.
Alles Hirngespinste von Verschwörungstheoretikern? Offenbar nicht. Denn die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat die Ermittlungen in einem Fall aufgenommen. (ddp)
Ein Politaktivist berichtet über seine Erfahrungen mit der Staatsmacht. Nach eigener Aussage wird der Abend eine Mischung aus “Enthüllung, Kriminalroman, Kino und Kabarett”.
Donnerstag, 13.März
18.30Uhr Projekt 7
Am 6. März (Donnerstag) finden in verschiedenen Städten in Deutschland und auf der Welt Mahnwachen zur Erinnerung für den Frieden in Kolumbien statt. Aus dem Aufruf vom Verein kolko:
Für den 6. März hat die Bewegung der Opfer von Verbrechen des Staates in Kolumbien und weltweit zu einem Gedenken an die Opfer der Paramilitärs und von Menschenrechts-verletzungen aufgerufen. In den kolumbianischen Medien werden diese Opfer oft nur am Rande erwähnt, unser Gedenken soll eine Hommage an sie sein. Viele starben, weil sie sich für ein gerechteres Kolumbien einsetzten. Wir lehnen die Gewalt und die schweren und permanenten Verletzungen der Menschenrechte und des Humanitären Völkerrechts durch alle bewaffneten Akteure – Guerilla, Armee und Paramilitärs – ab.
Auch in Magdeburg findet eine Gedenkveranstaltung statt. Das Aktionsbündnis Frieden Jetzt versammelt sich mit Interessierten an der Friedenstafel:
Donnerstag, 6. März 2008, 17-18 Uhr
Breiter Weg an der Friedenstafel (gegenüber der Stadtbibliothek)
Magdeburg
Nächsten Freitag veranstalten wir mit zwei Referent_innen aus Berlin einen Themenabend zur aktuellen Situation in Venezuela.
Es wird viel geredet und geschrieben über Venezuela, Präsident Chávez und den Sozialismus des 21. Jahrhunderts, wobei sich die Meinungen oftmals konträr gegenüberstehen. Um uns ein eigenes Bild des tiefgreifenden Wandels zeichnen zu können, verbrachten wir ein halbes Jahr in der Hauptstadt Caracas und Umgebung. So hatten wir nicht nur die Möglichkeit, die heiße Phase vor der Präsidentschaftswahl im Dezember 2006 und eines der staatlichen Bildungsprogramme im eigenen Wohnzimmer mitzuerleben, sondern lernten durch praktische Initiative auch die Basisorganisationen und ihre Arbeit, die Situation und den Kampf der venezolanischen Frauen sowie Gesundheitsprogramme und alternative Medien und Kultur kennen.
Was gibt es sonst noch für “misiones“ und was verändert sich real an den Lebensbedingungen der Menschen? Wo gibt es Widersprüche und wo Inspiration oder Anknüpfungspunkte?
Es gibt viel zu erzählen und noch mehr zu diskutieren.
Ein Bericht mit vielen Bildern, Eindrücken und Specials aus dem bolivarianischen Prozess.
Freitag, 18.01.08
einewelt haus (Raum 1), Schellingstr. 4
18Uhr
Am Dienstag, den 11. Dezember 2007 von Marian Dörk
Auf “A Brief Message” argumentiert Richard Grefe (Geschäftsführer von AIGA) in einer kurzen Nachricht, dass alle gewalttätigen Konflikte darauf basieren, dass sich die involvierten Kulturen nicht verstehen noch tolerieren. Gegenseitiges Verständnis basiere auf effektive Kommunikation und letzteres sei der bewusste Einsatz von Wort und Bild. Dabei spricht Grefe insbesondere Designern Kreativität und Empathie zu. Er appelliert daher an Designer und Gestalter ihr Talent dafür einzusetzen, menschliche Antworten zu globalen Problemen zu finden. Der Appell erinnert an das First Things First Manifesto von 1964 und Adbusters’ Neuauflage von 2000.
Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung “Ya Basta!” (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Missachtung oder Gewalt übrig hatte.
Seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein.
Die Dokumentation wurde 2006 von einem Filmteam des Zwischenzeit e.V. gedreht. Sie bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs-, Landwirtschafts- und Kollektivstrukturen, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung. Filmabend mit einer Referentin des Zwischenzeit e.V. aus Münster
Dienstag, 11.12.07
19Uhr Umsonstladen Lirumlarum, Brandenburger Straße 9
Anarchists Against the Wall ist eine Gruppe plolitischer Aktivist_innen, welche in Kooperation mit palästinensischen Gemeinden gewaltfreie Aktionen gegen den Bau der “Apartheids-Mauer” in der Westbank durchführt.
Bei unserem Themenabend berichtetet ein AAW-Aktivist über seine Erfahrungen und die Konfrontation mit staatlicher Repression auf verschiedenen Ebenen.
Am Donnerstag, den 4. Oktober 2007 von Jan Lachnit
Ich glaube das Video spricht für sich selbst. Und weil hier Aufklärung alleine nicht genügt kommt es zusammen mit einer Petition von avaaz.org. Während ich das hier schreibe haben sich bereits 110,229 Menschen eingetragen und avaaz verspricht die Unterschriften den politischen Führern so zu übermitteln, dass diese “sie nicht ignorieren können”. Also darf man gespannt sein, die Zeit und Mühe zu unterschreiben ist es auf jeden Fall wert.
Was machen, wenn die Demo partout nicht eskaliert? Im kanadischen Montebello, wo die nordamerikanischen Regierungschefs über Wirtschaft und Sicherheit sprachen, wurden drei “Zivil”-Polizisten aus der Demo geschmissen, weil die gewaltfreien Demonstranten keine Lust auf Randale hatten. Auf YouTube wurde ein Video veröffentlicht, das relativ klar zeigt, dass die drei polizeilichen Provokateure mit Steinen und Stöckern die Stimmung auf ihrer Weise anheizen wollten. Dummerweise waren sie auf die plötzliche Enttarnung durch Demonstranten nicht vorbereitet.
Als in Rostock gegen die G8 demonstriert wurde, haben mehrere Augenzeugen ein ähnliches provozierendes Verhalten Zivilpolizisten vorgeworfen (Welt Online, Spiegel Online, Telepolis). Auch 2001 in Genua gab es zahlreiche Augenberichte über verdeckte Provokationen durch die Polizei, um die Demonstationen gegen den G8-Gipfel eskalieren zu lassen, und somit den Sicherheitsaufwand medial rechtfertigen zu können (Deutschlandfunk, Tagesspiegel).
Wenn sogenannte Sicherheitsbehörden die Gewaltanwendung provozieren, statt sie zu unterbinden, was heißt das für den friedensbewegten und globalisierungskritischen Demonstranten?