Fußball: Verfeindung oder Versöhnung?
Manche Metapher der Kriegsführung findet sich im Vokabular des Fußballs wieder. Auch wird regelmäßig zu den Weltmeisterschaften der Nationalbezug der Bevölkerung geweckt und die Flaggen gehisst. Auf anderer Seite sind Begegnungen auf dem Fußballplatz auch Zeichen der Aussöhnung auf dem außenpolitischen Parkett. In dem im Standard erschienenen Artikel erörtert Pascal Boniface diese beiden Aspekte des Fußballs.
Die Geopolitik des Fußballs (derStandard.at, 08.06.2006)
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fußball und dem Geist des Nationalismus und Militarismus? Im Mittelalter wurde Sport in England regelmäßig verboten, weil er auf Kosten der militärischen Ausbildung stattfand. Nach Frankreichs Niederlage gegen Bismarcks Deutschland im Deutsch-Französischen Krieg empfahl Baron Pierre de Coubertin (der einige Jahrzehnte später die Olympischen Spiele wieder einführte) eine neue nationale Betonung des Sports, der als eine Form der militärischen Vorbereitung angesehen wurde.






